Abwechslung beim Training – Radfahren und Laufen

Radfahren ist eine interessante Alternative für Läufer. Wie Sie richtig auf dem Rad trainieren, erfahren Sie hier.

Läufer sollten das Radfahren nicht vernachlässigen – es ist eine tolle Alternative.

Radfahren

Ein wesentlicher Vorteil des Radtrainings ist die gute Erholungsfähigkeit auch nach Belastungen höherer Intensität. Eine Gesamtbelastung wie zum Beispiel bei der Tour de France wäre für Läufer schlicht undenkbar. Das Körpergewicht wird im Sattel gestützt, und im Gegensatz zum Laufen muss für das Tragen des Körpers keine zusätzliche Arbeit geleistet werden. Dadurch ist es möglich, einen höheren Gesamttrainingsumfang zu bewältigen, ohne dabei seine Belastungsgrenzen zu überschreiten.

Besonders sinnvoll sind lange Radausfahrten mit geringer Belastungsintensität als Grundlagenausdauertraining. Dies ist vor allem interessant für Läufer mit orthopädischen Überlastungsbeschwerden, die durch ihre Körperstatik auf ein bestimmtes Maß an Laufeinheiten beschränkt sind. Da Radfahren so gut wie keine Belastung für den Band- und Sehnenapparat darstellt, können verletzungsanfällige Läufer ihren Trainingsumfang durchaus sinnvoll auf dem Rad steigern.

Immer wieder erkundigen sich Leser nach einem Vergleich der Belastung beim Radfahren und der beim Laufen. Dieser Vergleich ist problematisch, da hierbei viele unterschiedliche physikalische und leistungsphysiologische Größen eine Rolle spielen. Ein Vergleichsmaß könnte die Berechnung des Energieverbrauchs sein, der für das Laufen mit etwa 4 kJ pro Kilogramm Körpergewicht und pro gelaufenem Kilometer angegeben wird. Dieser Wert ist interessanterweise vom Lauftempo ziemlich unabhängig, weil geschwindigkeitsabhängige Größen wie der Luftwiderstand beim Laufen keine wesentliche Rolle spielen.

Beim Radfahren sieht dies anders aus: Der Energieverbrauchswert steigt hier von 0,2 kJ bei 4 km/h bis auf das Zehnfache bei 45 km/h an. Diese Berechnung gilt für einen 70 Kilogramm schweren Sportler, der sein Radtraining auf ebener Strecke ohne Gegenwind auf dem Rennrad absolviert. Bei einem Tempo von 20 km/h auf dem Fahrrad müsste man also etwa viermal so viele Radkilometer absolvieren, um denselben Energieverbrauch zu erzielen wie beim Laufen. Bei einem Lauftempo von zehn Kilometer pro Stunde entspräche dieses Beispiel also einer doppelten Belastungsdauer für das Radfahren.

Quelle: Runner´s world

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